Systemische Supervision

Systemische Supervision reflektiert Kommunikations- und Strukturprozesse im beruflichen Kontext. Die professionelle Beratungsform hat ihren Ursprung im psychologisch/medizinisch/sozialpädagogischen Bereich und findet seit den letzten Jahrzehnten zunehmend auch in der freien Wirtschaft Anwendung.

Ihr allgemeines Ziel ist, die Arbeit der Ratsuchenden zu verbessern. Konkret gemeint sind die Arbeitsweise und -ergebnisse, die Arbeitsbeziehungen zu KollegInnen und KlientInnen/KundInnen wie auch organisatorische Prozesse.
Auf der Grundlage systemischen Denkens und der Anwendung systemischer Methodik nimmt sie die Wechselwirkung zwischen Person, Rolle, Funktion, Auftrag und Organisation in den Blick. Die Erweiterung der Denk- und Handlungsmöglichkeiten steht dabei im Fokus.
(Belardi 2013, Valler-Lichtenberg DGSF 2018)


Supervision findet in Form von Einzel-(Coaching), Team-, Gruppen- oder Fallsupervision statt.

Coaching/ Einzelsupervision ist eine professionelle Unterstützung in schwierigen beruflichen Situationen einer Einzelperson. Das Spannungsfeld der Arbeitsstelle stellt oft hohe Anforderungen an die eigene Persönlichkeit. Veränderungen wie ein Arbeitsplatzwechsel, neue Teamzusammenstellungen, die Umstrukturierung von Arbeitsinhalten oder Konflikte mit Kollegen etc. ergeben sich. Als Coach unterstütze ich Sie, Klarheit in Ihre Anliegen zu bringen, Ihnen Zugang zu Ihren individuellen Ressourcen zu schaffen und neue Lösungsstrategien zu entwickeln.

Teamsupervision begleitet die Entwicklung eines festen Teams. Sie widmet sich Anliegen und Fragestellungen aus der konkreten Arbeitsgestaltung mit Klienten, Fragen der kollegialen Zusammenarbeit und deren Strukturen sowie Fragen der Kooperation und Kommunikation im Team. Teamsupervision bietet die Chance, über ein verbessertes gemeinsames Sinn- und Selbstverständnis zu deutlicher Teamidentität und Teamkultur zu kommen. Sie zielt u. a. auf die Schaffung eines klareren Rollen- und Handlungskonzeptes ab.

Gruppensupervision ermöglicht Fachkräften von unterschiedlichen Arbeitgebern oder unterschiedlichen Arbeitsfeldern die gemeinsame Reflexion ihrer Arbeitssituation. Dabei wird der Mehrwehrt der multiperspektivischen Sicht der verschiedenen Teilnehmer sowie die Gruppe selbst als Resonanzkörper genutzt. Andere Sichtweisen und Deutungen bieten der falldarstellenden Person eine neue Perspektive auf ihre Fragestellungen. Als Supervisor biete ich die Begleitung und Steuerung dieses gemeinsamen Prozesses an.

Fallsupervision behandelt Fragen zur fallspezifischen Arbeit mit KlientInnen bzw. KundInnen. Ziel ist ein besseres Verständnis der Situation, Überprüfung des eigenen Handelns und die Erweiterung konkreter Handlungsmöglichkeiten. Evtl. vorhandene "blinde Flecken" und Eigenanteile sollen erkannt, feste Denk- und Handlungsmuster verflüssigt und Entscheidungs- und Zielfindungsprozesse angeregt werden.
Dabei steht die Supervisandin als Falleinbringerin im Fokus, nicht ihr Klient.